Ein Streifen Paradies

“Gleis Drei, Vorsicht bei der Einfahrt.“ Der Zug rauscht heran, ein lautes Quietschen, ganz unvermittelt bleibt er stehen. Menschentrauben versammeln sich vor den Türen, ganz so, als würde das die Abfahrt beschleunigen, als würden sich die Türen schneller öffnen, als würden so die Menschen schneller aus dem Inneren des Zuges auf den geschäftigen Bahnhof strömen. Die Masse teilt sich, bildet eine schmale Gasse für die Aussteigenden. Weiterlesen Ein Streifen Paradies

Namen im Sand

Er spürt die Sonnenstrahlen auf seinem Gesicht tanzen, hört das beruhigende Rauschen der Wellen, schmeckt die salzige Luft auf seinen Lippen. Mit geschlossenen Augen sitzt er am Strand, die Füße im Wasser, langsam wird seine Hose nass. Aber das macht nichts. Es ist ein warmer Sommermorgen. Die Nacht ist erst vor kurzem dem neuen Tag gewichen. Es ist einer dieser Momente absoluten Friedens. Das Leben hält nicht viele dieser Momente für uns bereit, deshalb ist es umso wichtiger sie voll auszukosten. Weiterlesen Namen im Sand

Titelbilder (5)

„Riiing“. Es klingelt, ich bin verwundert, es ist Samstagmittag und ich erwarte niemanden. Ich liege auf der Couch und schaue irgendeine Folge irgendeiner Serie, was mich daran hindert, das zu tun was ich tun muss oder tun will. Die Kluft zwischen dem, was ich tun muss aber wirklich nicht will und dem, was ich will aber erst tun kann oder sollte, wenn ich das, was ich tun muss, erledigt habe, scheint mir so unüberwindbar, dass ich meine Tage wie gelähmt auf der Couch verbringe und meine Zeit damit totschlage weder das eine noch das andere zu machen. Ich bilde mir ein, ich muss erst, etwas von dem, was ich tun muss erledigen bevor ich mich mit etwas, dass ich tun will, belohnen kann. Der Schuss geht nach hinten los, denn dadurch erledige ich gar nichts und lasse die Tage ungenutzt an mir vorüberziehen.

„Riiing“. Es klingelt ein zweites Mal, Weiterlesen