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Wie doof das eigentlich ist, punktuell langläufige Entscheidungen zu treffen. Der Entscheidungsprozess sollte mindestens so lang dauern, wie die Zeit, in der man die Entscheidung danach dann auch tatsächlich lebt. Dann würden die Zeitdimension des Entscheidens und die des Auslebens nämlich weniger gegeneinanderkrachen. Auf dem Sprungbrett funktioniert das: 3 Sekunden entscheiden, 3 Sekunden springen, das nenne ich Entscheidungszeitmanagement. Da ist nichts verzerrt. In den 3 Sekunden der Sprungbrettentscheidung kann ich die 3 Sekunden des Sprungs wunderbar geistig vergegenwärtigen, und das Risiko kalkulieren.

Mit der immergleichen Mechanik dreht sich Viktors Schlüssel im Schloss herum, und reißt mich aus meinen Gedanken. „“ Weiterlesen